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Was ist Resilienz?

Kompass mit blauen Akzenten der auf das Wort Resilienz zeigt

 

Jetzt wird es ein paar Zeilen fachlich, ich hoffe dich damit nicht abzuschrecken. Aber genau durch den folgenden Text, lässt sich sehr gut erklären, was genau Resilienz ist.

 

 Der Begriff Resilienz geht auf das lateinische Wort ‚resilire‘ zurück und bedeutet zurückspringen bzw. abprallen. Damit ist die psychische Widerstandskraft gemeint, die zu verstehen ist als die Fähigkeit, kritische Lebenssituationen zu bewältigen und die Widerstandskraft mithilfe von individuellen und sozialen Ressourcen für die weitere individuelle Entwicklung zu nutzen (Bomberg, 2018, S. 19). Eine weitere Beschreibung des Begriffes Resilienz ist vom englischen Wort ‚resilience‘ abzuleiten, das ‚Spannkraft, Widerstandskraft und Elastizität‘ bedeutet, wobei diese Eigenschaften hauptsächlich auf eine bestimmte Materialbeschaffenheit bezogen sind. Ein Material wird als resilient bezeichnet, wenn auf dieses Material Druck ausgeübt wird und es nach der Druckeinwirkung wieder die Ursprungsform annimmt (Huber, 2019, S. 17).

 

Resilienz bezieht sich heutzutage nicht nur auf ein Material, sondern kann in verschiedenen fachlichen Kontexten angewendet werden: So kommt sie in gesellschaftlichen Bereichen vor, z. B. im Ingenieurwesen und als Resilienz von Ökosystemen (Thun-Hohenstein, Lampert, & Altendorfer-Kling, 2020, S. 8). Diese Definition aus dem Materialkontext erweist sich als geeignet, um den Begriff in die Psychologie zu importieren. In der Psychologie wird mit dem Wort Resilienz ein Mensch beschrieben, der die Fähigkeit besitzt, aus Krisen zu wachsen und diese Erfahrungen in sein Leben zu integrieren. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter Resilienz die „psychische Widerstandskraft“ verstanden (Huber, 2019, S. 17), wobei der Duden (o. J.) dazu die Beschreibung „Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“ ergänzt.

 

„Resilienz ist keine ausschließlich angeborene Fähigkeit, aber auch nicht ausschließlich das Resultat negativer oder positiver (Umwelt-) Einflüsse” (Stainton et al. 2018, S. 725). Resilienz wird von Menschen über die Zeit entwickelt, weshalb sie als ein allgemein menschliches Phänomen bezeichnet werden kann: Dieses entsteht laut Stainton et al. (2018, S. 725-726) durch das Zusammenwirken „basaler humaner adaptiver Systeme mit der Umwelt” und befähigt den Menschen dazu, schwierige Lebenssituationen zu bewältigen. „Sind diese basalen Mechanismen geschützt und gepflegt”, so entwickelt sich der Mensch robust, selbst dann, wenn negative Faktoren auf ihn einwirken.

 

Resilienz kann sehr vielfältig in Coachings, Trainings und Workshops eingesetzt werden. Folgend findest du Beispiele für Themen, die sich für ein Resilienz-Coaching bei mir eignen:

  • Physische und psychische Balance aufbauen bzw. halten
  • Achtsamkeit
  • Regulierung von Emotionen besonders in Krisen
  • Burn-out Prävention und frühzeitiges Erkennen von Depressionen
  • Gesundes Durchleben von kritischen Lebenssituationen wie z. B. Kündigung, Überforderung mit der aktuellen Situation, Trennung vom Partner oder Tod einer nahestehenden Person
  • Berufliche Krisen
  • Ressourcen aufbauen und einteilen
  • Selbstwirksamkeit entwickeln
  • Energie- und Zeitmanagement
  • Bewältigungsstrategien erarbeiten z. B. von Belastungen
  • Entspannung im Alltag und Berufsleben

 Ich freue mich, dich auf deinem Weg zu mehr Resilienz und auf deinem Weg aus der Krise begleiten zu dürfen.

 

Herzlichst,

Kathrin

 

 

 

 

Quellen:

Bomberg, K.-H. (2018). Heilende Wunden. Wege der Aufarbeitung politischer Traumatisierung in der DDR. Giessen: Psychosozial-Verlag.

Duden (o. J. a). Auszug aus der Definition von ‚Resilienz‘. Abgerufen am 19.10.2020 von https://www.duden.de/rechtschreibung/Resilienz

Huber, M. (2019). Resilienz im Team. Ideen und Anwendungskonzepte für Teamentwicklung. Wiesbaden: Springer Fachmedien.

Stainton, A. et al. (2018). Resilience as a multimodal dynamic process. Early Intervention in Psychiatry, 13 (4), S. 725–732. doi: https://doi.org/10.1111/eip.12726

Thun-Hohenstein, L., Lampert, & Altendorfer-Kling, U. (2020). Resilienz- Geschichte, Modelle und Anwendung. Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie. 19 (1), S. 7 - 20.

 

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